{"id":1049,"date":"2018-02-24T14:43:33","date_gmt":"2018-02-24T13:43:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ensis.net\/?p=1049"},"modified":"2018-08-04T12:25:07","modified_gmt":"2018-08-04T10:25:07","slug":"rewichamm-twehire","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ensis.net\/?p=1049","title":{"rendered":"Rewichamm Twehire"},"content":{"rendered":"<p>Wovon tr\u00e4umst Du? Fragte das Immerwach und be\u00e4ugte Mona mit seinen seltsam schimmernden Augen. Mona atmete langsam und regelm\u00e4ssig und schwieg. Seltsam, dachte das Immerwach, wirklich seltsam wiederholte es ungl\u00e4ubig. Dann r\u00fchrte es sanft Monas Schultern. Mona schaute kurz auf, zu schl\u00e4frig um zu erschrecken und murmelte, dumpf schlurpf zapft di dampf. Mona schloss die Augen, die sich ein paar mal wild hinter den zarten Liedern bewegten. Immerwach konnte das R\u00e4tsel nicht erfassen. Den ganzen Tag ist Mona munter, rennt von einem Ort zum n\u00e4chsten, t\u00fcrmt Kl\u00f6tze, spricht zu Puppen, arrangiert diese in manch eigenartigen Positionen, isst und trinkt, verlangt hier und danach, um auf einmal tr\u00e4ge zu werden. Immerwach musterte Mona. Noch immer verharrte Mona in dem unerkl\u00e4rlichen Zustand. Dann, das Himmelslicht zwinkerte am Horizont mit den ersten goldenen Strahlen, reckte sich Mona, streckte die Arme, g\u00e4hnte und schaute Immerwach mit grossen Augen an.\u00a0 Warst du die ganze Nacht hier? Ja. Ich finde das ist unanst\u00e4ndig. Was? Na, das du mir beim Schlafen zuschaust. Mona, lief rot an im Gesicht. Immerwach wunderte sich \u00fcber diese Regung. War es Mona etwa peinlich? Immerwach stellte sich vor wie es wohl sein m\u00fcsste, f\u00fcr einen drittel der Planetendrehung bewusstlos zu sein. Der Zugang zu dieser Vorstellung blieb jedoch verwehrt. Etwas traurig blickte Immerwach auf. Sag mir Kind, was ist tr\u00e4umen. Mona erwiderte, aber das weiss doch jeder. Wer schl\u00e4ft, tr\u00e4umt was er erlebte, oder sich ganz fest w\u00fcnscht. Dann schl\u00e4fst du, um zu tr\u00e4umen? Nein, weil ich m\u00fcde werde. M\u00fcde, das war schon wieder etwas, das Immerwach nicht verstand. Warum wirst du m\u00fcde? Du fragst viel, Immerwach. Was denkst du, wieso ich dich so nenne? Naja, ich schlafe nie also bin ich immer wach. Aha, den Immerwach, stellte sich vor es l\u00e4ge an seinem echten Namen: Rewichamm Twehire. Wie f\u00fchlt sich m\u00fcde an? Mona lachte. Schl\u00e4frig eben. Twehire h\u00e4tte wohl die Stirn gerunzelt, w\u00fcrde es diese Regung kennen, doch sein Gesicht blieb reglos. Die offenen Augen schillernden\u00a0 mysteri\u00f6s. Was ist, fragte Mona. Ich muss mich verabschieden, f\u00fcr heute. Wer k\u00f6nnte Antworten auf meine Fragen kennen? B\u00fccher, vielleicht Erwachsene. Welch interessantes Wort, was f\u00fcr seltsame Wesen, dachte Twehire, machte sich auf um zu gehen. Mona h\u00fcpfte. Sie verzog das Gesicht. Musst du wirklich schon gehen? Lass uns spielen. Komm! Immerwach sch\u00fcttelte den Kopf, sagte Tsch\u00fcss und ging. Mona weinte Immerwach eine Weile entt\u00e4uscht nach und spielte dann mit ihren Puppen. Fr\u00fchst\u00fcck! Mona horchte auf und ging ins Esszimmer. Ihre Mutter hatte den Tisch wie jeden Samstag bereits gedeckt. Was ist? Du wirkst so bedr\u00fcckt. Ach, nichts. Mona strich sich ein Brot mit Butter und Honig. Sie liebte Honig. Twehire erreichte die Bibliothek. Drinnen suchte er nach B\u00fccher \u00fcber Schlaf und Tr\u00e4ume. Er las schnell Seite f\u00fcr Seite, Buch um Buch. Sie sollten nun wirklich gehen, hiess es, die die Bibliothek habe am Montag wieder ge\u00f6ffnet. Twehire verabschiedete sich. Eine Antwort auf seine Fragen hat er keine gefunden. Sie scheinen selbst nicht zu wissen, warum sie schlafen m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wovon tr\u00e4umst Du? 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